Weihnachtsmenü I

Ohne große Umschweife starten wir mit dem ersten Menü, es besteht ganz konventionell aus Vorspeise, Hauptgang und Nachtisch. Die Einkochzeiten findet ihr jeweils am Ende des Rezeptes; um zum Rezept zu gelangen, genügt ein Klick auf das Gericht. 
Vorspeise: Rotkohlsalat
Hauptgang: Lammkeule mit Petersilienkartoffeln und Balsamicozwiebeln
Nachtisch: Milchreis mit eingelegten Feigen 

Weihnachtsmenüs

Menüvorschläge für ein stressfrei(er)es Weihnachten

Auch wenn es noch ein paar Tage bis Weihnachten sind, ich bin tatsächlich schon sehr in Weihnachtsstimmung und habe bereits angefangen, das Haus zu schmücken und habe mir klammheimlich schon Weihnachtslieder angehört 😉 Um dem Weihnachtsstress etwas zu entgehen, habe ich euch ein paar Menüs zusammengestellt, die sich einkochen lassen, sodass ihr jetzt, wenn der Weihnachtstrouble noch übersichtlich ist, gemütlich das Essen einkochen könnt und an Weihnachten nur noch erwärmen, verfeinern und abrunden müsst und euch dann wieder im Kreise eurer Liebsten dem Fest hingeben könnt.

Ich selbst stehe an Weihnachten (oder kurz vorher) auch meist stundenlang in der Küche, um meinen Lieben etwas Tolles zu zaubern; aber ehrlich gesagt hat mich das schon immer genervt, weil man eben auch viel vom geselligen Beisammensein verpasst.

Ich habe daher verschiedene Menüs ausgewählt; auch ein Vegetarisches und für verschiedene Geldbeutel ist etwas dabei, diese stelle ich in willkürlicher Reihenfolge ein. Die Gänge können natürlich gegeneinander ausgetauscht werden, hier sind eure Vorlieben gefragt. Ich habe bewusst nur neue Rezepte eingestellt, ihr könnt aber auch gerne die bereits vorhandenen Rezepte als Grundidee nutzen.

Ich hoffe, ich kann euch damit Anregungen geben und euch (und mir selbst) ein entspannteres, aber dennoch genauso leckeres Weihnachtsfest bescheren.

Kuchen einkochen/Apfelkuchen

Klingt komisch, ist aber so 😉 Auch Kuchen kann in Gläsern lange haltbar gemacht werden. Grundsätzlich sind eurer Fantasie bei den Rezepten keine Grenzen gesetzt, da hier, nicht wie sonst beim Einkochen, auch Milch, Mehl etc. genutzt werden kann, weil die homogene Masse am Ende gebacken wird. Am Beispiel eines traditionellen Apfelkuchens erkläre ich euch, wie es funktioniert. Spontaner Besuch sollte dann, zumindest hinsichtlich der Verpflegung, kein Problem mehr sein..

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Ketchup

Die handelsüblichen Ketchupsorten enthalten viel Zucker. Nicht, dass er nicht schmecken würde, aber gerade momentan, wo die Tomatenernte beginnt und ihr vielleicht nicht wisst, wohin mit den ganzen Dingern, eine echte Alternative zum Fertigprodukt… Es muss natürlich nicht die eigene geerntete Tomate sein, die aus der Dose funktionieren auch gut.

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Couscoussalat

Ein herrlicher Salat für die warmen Tage, der zwar in der Zubereitung ein wenig Zeit in Anspruch nimmt, euch dafür aber mit seinem leckeren Geschmack entschädigt! Dieses Rezept ist für 2 Portionen ausgelegt, ihr könnt die Mengen natürlich entsprechend abändern. Wichtig wenn ihr dieses Gericht einkochen wollt: Bitte nutzt keine fertige Gemüsebrühe mit Stärke, Hefe oder Geschmacksverstärkern und gart die Zwiebel komplett durch. Aufgrund der Rosinen, des Öls und der Nüsse ist der Salat, trotz Einkochen, ca. bis zu 6 Monate haltbar.

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Eingelegte Feigen

Feigen mit Schwipps zum Verfeinern eurer Nachtische oder als Zugabe zur Käseplatte..
Zutaten:
  • 500gr Feigen
  • 100gr Zucker
  • 1 Vanilleschote
  • 500gr Zitronensaft
  • 600ml Portwein
Zubereitung:
  • Halbiert die Vanilleschote längs und kratzt das Mark raus und gebt dieses in einen Topf. 
  • Säubert die Feigen von evtl. Stielansätzen und gebt sie ebenfalls in den Topf, zusammen mit dem Zucker, dem Zitronensaft und dem Portwein.
  • Erhitzt das Ganze und lasst es für ca. 10-15 Minuten köcheln. 
  • Gebt die Feigen in die Gläser und füllt die Gläser mit Sud auf, die Feigen sollten komplett bedeckt sein. 
  • Kocht die Gläser 15 Minuten bei 90 Grad ein (zuziehen lassen).

Milchreis

Da wir nicht mit Kuhmilch einkochen können (ausser sie wird verbacken), weichen wir hier auf die Alternative Kokosmilch aus, mit der sich prima einkochen lässt, sodass wir auf Leckereien wie Milchreis auch nicht verzichten müssen. Und wenn der kleine Hunger kommt… 😉 
Zutaten: 
  • 1L Kokosmilch
  • 250 gr Milchreis
  • 5 El Zucker
  • Prise Salz
  • 1 Vanilleschote
Zubereitung:
  • Gebt die Milch mit dem Zucker in einen Topf und lasst diese aufkochen.
  • Kratzt das Mark aus der Vanilleschote und gebt sowohl die Schote, als auch das Mark zu der Milch. 
  • Gebt das Salz und den Milchreis in die kochende Milch. 
  • Lasst den Milchreis bei geringer Hitze und unter gelegentlichem Rühren ca. 25 Minuten quellen. 
  • Wenn euch die Konsistenz zusagt, nehmt die Schote aus dem Topf und füllt den Milchreis in eure vorbereiteten Gläser. 
  • Eingekocht wird das Ganze bei 98 Grad für 120 Minuten. 

Tipp: Ich empfehle euch, den Milchreis tatsächlich nur mit Kokosmilch einzukochen, andere Milchsorten haben keine zufriedenstellenden Ergebnisse gebracht. Für Schokomilchreis könnt ihr einfach Backkakao hinzugeben. 

Balsamicozwiebeln

Eine leckere Beilage zu Fleisch, Käse oder einfach zur Brotzeit. 
Zutaten:
  • 500gr kleine Zwiebeln oder Schalotten
  • 4 EL Zucker
  • 2 EL Honig
  • 12 EL Balsamico (hell oder dunkel, wie ihr mögt)
  • 400ml Wasser 
  • 2 EL Olivenöl
Zubereitung:
  • Schält die Zwiebeln und erhitzt das Olivenöl in einer Pfanne.
  • Gebt die Zwiebeln in die Pfanne und bratet diese rundherum an. 
  • Gebt den Zucker dazu und lasst alles karamellisieren, wenn der Zucker sich gelöst hat, gebt den Honig dazu. 
  • Löscht alles mit dem Balsamico und dem Wasser ab und gebt den Deckel auf die Pfanne. 
  • Lasst alles ca. 15-20 Minuten auf kleiner Flamme köcheln, nehmt dann den Deckel ab und lasst es soweit reduzieren, dass eine sämige Soße entsteht. 
  • Einkochen könnt ihr das Ganze bei 80 Grad für 30 Minuten (Essig konserviert) 

Tipp: Probiert die Soße und gebt je nach Geschmack mehr Honig oder Essig hinzu; je länger die Zwiebeln noch durchziehen können, umso besser ihr Geschmack. 

Petersilienkartoffeln

Der Clou daran ist, dass ihr die Kartoffeln bereits roh in gewünschter Form einkochen könnt und zum Verzehr nur noch Erhitzen und die Petersilie dazu geben müsst.
Zutaten:
  • Kartoffeln, festkochend
  • Wasser
  • Salz 
Zubereitung: 
  • Die Kartoffeln schälen, waschen und in die gewünschte Form schneiden oder auch ganz lassen, wenn ihr kleine Kartoffeln habt. 
  • Gebt die Kartoffeln in eure vorbereiteten Gläser. 
  • Füllt die Gläser mit frischem Salzwasser auf (1 TL Salz auf 1 L Wasser).
  • Kocht die Gläser für 120 Minuten bei 98 Grad ein.  
  • Wenn ihr die Kartoffeln nach dem Einkochen verzehren möchtet, erwärmt diese ohne Wasser im Topf, gebt etwas Butter hinzu und bestreut eure Kartoffeln mit kleingeschnittener Petersilie. 

Tipp: Die Kartoffeln sind nach dem Einkochen gar, sodass ihr sie tatsächlich nur noch Erwärmen müsst (entfällt bei kaltem Kartoffelsalat natürlich). Super praktisch, wenn ihr Kartoffeln nicht schnell genug verbrauchen könnt (wie wir) und diese sonst auf dem Kompost landen würden). Und ihr müsst nur einmal schälen ;). Gebt die Petersilie bitte tatsächlich erst zum Verzehr über die Kartoffeln, mit eingekochte Petersilie sorgt für schlechten Geschmack und kann sogar den Inhalt zum Gären bringen. 

Lammkeule

Es muss nicht immer der typische Braten sein, dieses leckere Rezept macht Lust auf mehr und kann nach Belieben abgewandelt werden. 
Zutaten:
  • Lammkeule
  • 3 Zwiebeln
  • 3 Möhren
  • 1 Petersilienwurzel
  • 3 Knoblauchzehen
  • Senf
  • Paprikapulver
  • 1 Lorbeerblatt
  • Gemüsebrühe
  • 6 Pimentkörner
  • 3 Stängel Bohnenkraut 
  • Salz, Pfeffer
Zubereitung:
  • Heizt den Backofen auf 150 Grad vor (Ober- Unterhitze).
  • Putzt das Gemüse und schneidet es in grobe Stücke.
  • Reibt die Lammkeule mit Senf ein und bratet sie von allen Seiten scharf an (am Besten eignet sich hier ein Bräter). 
  • Gebt die Möhren und die Petersilienwurzel mit dazu und schmort sie mit, bis sie Farbe angenommen haben. Gebt dann die Zwiebeln und den Knoblauch hinzu und schmort diese ebenfalls kurz mit. 
  • Gebt die Gewürze in ein Teeei und ab damit in den Bräter, gebt das Bohnenkraut ebenfalls in den Bräter.
  • Löscht alles mit Gemüsebrühe ab, die Keule sollte komplett von der Flüssigkeit bedeckt sein.
  • Würzt alles mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver.
  • Lasst das Ganze für ca. 5 Stunden im Ofen (je nach Größe der Keule und Backofen kann die Zeit hier variieren, zwischen 4 und 6 Stunden sollten es aber sein). 
  • Entfernt das Teeei und das Bohnenkraut, für eine leckere Soße könnt ihr kurz den Pürierstab in die Flüssigkeit halten (dann natürlich vorher das Fleisch rausnehmen). 
  • Eingekocht wird das Ganze bei 98 Grad für 120 Minuten. 

Tipp: Falls ihr das Gericht nicht einkochen oder nach dem Einkochen euer Essen verfeinern wollt, könnt ihr noch Sahne zur Soße geben oder diese mit einer Mehlschwitze abbinden.

Rotkohlsalat

Ein winterlicher Salat, der knackig frisch ist und viele Nährstoffe im Winter bietet. Kann gut mit anderen Zutaten ergänzt werden.
Zutaten:
  • 1 Rotkohl
  • 2-3 Zwiebeln
  • 1 Flasche Weinessig (750ml)
  • 500ml Wasser
  • Saft von 2 Zitronen
  • 250- 400 gr Zucker (je nach Geschmack)
  • 2 Lorbeerblätter 
  • 2 Pimentkörner 
  • 2 Nelken 
  • Salz, Pfeffer nach Bedarf
Zubereitung: 
  • Hobelt den Rotkohl und die Zwiebeln klein und vermengt alles.
  • Gebt die restlichen Zutaten in einen Topf (die Gewürze am besten in ein Teeei) und lasst den Sud aufkochen, danach für 15 Minuten köcheln lassen (wer mehr Zeit hat, auch länger, dann wird er noch intensiver).
  • Probiert den Sud, er sollte sehr geschmacksintensiv und sauer sein, aber nicht zu sehr!
  • Gießt den Sud über das Kohl-Zwiebelgemisch und lasst das Ganze über Nacht ziehen.
  • Füllt den Salat am nächsten Tag in Gläser und gebt etwas von dem Sud mit rein. 
  • Verschließt die Gläser und kocht diese bei 80 Grad für 40 Minuten ein. 

Tipp: Mit etwas Orangensaft angemacht und ein paar Nüssen ergänzt, habt ihr einen wunderbar gesunden und herbstlichen Salat auf dem Teller. 

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